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Nachtspeicherstrom in Bayern

Nachtstrom wird oft mit Haushaltsstrom verglichen – und dann zahlt man drauf. Entscheidend ist, wie Ihr Zähler gebaut ist.

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Bei dieser Abnahmemenge sind Listenpreise selten das beste Ergebnis. Unsere Vorlieferanten rechnen mit Sonderkonditionen, die in keinem Onlinevergleich stehen – die fragen wir für Sie an.

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Warum Nachtspeicherstrom eigene Tarife hat

Eine Nachtspeicherheizung lädt in den Stunden, in denen im Netz wenig los ist. Dafür gibt der Netzbetreiber reduzierte Netzentgelte weiter, und der Versorger rechnet mit einem eigenen Arbeitspreis. Wer diesen Verbrauch in einen Haushaltstarif steckt, zahlt den vollen Tagespreis für eine Strommenge, die ein Vielfaches des normalen Haushaltsverbrauchs beträgt.

Ein Zähler oder zwei?

Drei Konstellationen kommen in Bayern vor, und sie entscheiden darüber, welche Tarife überhaupt infrage kommen:

  • Getrennte Messung: Heizung und Haushalt haben eigene Zähler. Beide Verträge lassen sich unabhängig voneinander wechseln – die Heizung bekommt einen reinen Heizstromtarif.
  • Doppeltarifzähler: Ein Zähler mit zwei Zählwerken für Hoch- und Niedertarif. Hier braucht es einen Tarif, der beide Zeiten abbildet; der Anteil der Nachtstunden bestimmt den Preis stärker als der Grundpreis.
  • Gemeinsame Messung: Heizung und Haushalt laufen über einen Zähler ohne getrennte Zählwerke. Dann gibt es keinen eigenen Heizstromtarif, sondern nur einen Haushaltstarif – die Ersparnis liegt dort im Wechsel selbst, nicht in der Tarifart.

Welche der drei bei Ihnen vorliegt, steht auf Ihrer Jahresabrechnung: Ein Doppeltarifzähler weist zwei Verbrauchswerte aus, meist als HT und NT. Sind Sie unsicher, klären wir das im Gespräch, bevor Sie etwas unterschreiben – ein Onlinevergleich mit der falschen Annahme liefert einen Preis, den Sie nie zahlen würden.

Worauf es beim Vergleich ankommt

Nachtspeicherheizungen verbrauchen selten unter 8.000 kWh im Jahr, häufig deutlich mehr. Bei diesen Mengen entscheidet der Arbeitspreis fast allein über die Jahreskosten – ein niedriger Grundpreis fällt kaum ins Gewicht. Achten Sie außerdem auf die Preisgarantie: Läuft sie kürzer als der Vertrag, gilt der beworbene Preis nur einen Teil der Laufzeit.

Die Freigabezeiten legt der Netzbetreiber fest, nicht der Versorger. Sie ändern sich durch einen Wechsel also nicht – Ihre Heizung lädt weiter zu denselben Zeiten.

Manuel Markovic

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